Freiburg/Mannheim. Am Samstag (12.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Christian Würtz in St. Franziskus, Karlsruhe insgesamt elf Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Einer von ihnen ist Jan Eisele, der aus Mannheim stammt und sowohl in der Jugendpastoral im Erzbischöflichen Seelsorgeamt als auch in der Kirchengemeinde Freiburg Nord tätig ist. In Karlsruhe wird er zum Pastoralreferenten beauftragt.
Jan Eisele beschreibt seine Erfahrungen in der Jugendarbeit als bedeutsam für seinen Berufsweg: „Ich durfte viel gute Jugendarbeit erleben und kann auf prägende und beeindruckende Erfahrungen z. B. in der Jugendkirche Samuel zurückblicken. Doch was den Beruf einzigartig macht, ist die Arbeit mit Menschen und das Thema Glaubenskommunikation“, sagt der 30-jährige angehende Pastoralreferent. „Für mich sind das Aufgaben, die ich nicht ohne gemeinsames Hoffen, Trauern und Zweifeln machen kann. Darüber hinaus war meine Berufswahl ein geistlicher Prozess“, ergänzt er. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in der Kirchengemeinde Mannheim Süd studierte er in Freiburg Theologie und sammelte praktische Erfahrungen in seiner Assistenzzeit in der Jugendpastoral im Erzbischöflichen Seelsorgeamt. Dort ist er aktuell in seinem Anerkennungsjahr weiterhin tätig, ebenso in der Kirchengemeinde Freiburg Nord.
Räume eröffnen, in denen Menschen Erfahrungen mit Gott machen können
„Ich meine, dass es eine Hauptaufgabe ist, Räume zu eröffnen, in denen Menschen Erfahrungen mit Gott machen und darüber sprechen können. Daraus ergeben sich für mich Kommunikation, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit als Herausforderungen“, beschreibt er seine Arbeit als Pastoralreferent. Seinen Schwerpunkt sieht er in der Arbeit mit Jugendlichen: „Ich habe viel Spaß an der Jugendarbeit und daran, Ausdrucksformen für Glaube und Spiritualität zu suchen. Auch die Auslegung und tiefgehende Auseinandersetzung mit biblischen Texten bedeutet mir viel.“ Dabei ist ihm der theologische Ansatz eines „menschenfreundlichen Gottes“ sehr nah: „Dieses Bild konsequent und mit Blick auf den individuellen Menschen weiterzudenken begeistert mich“, sagt er. Sein persönliches Leitwort aus dem Lukasevangelium unterstreicht dies. Dort fragt Jesus einen Mann, der nicht sehen kann: „Was willst du, dass ich dir tue?“ (Lk 18,41)
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge
Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge und im Religionsunterricht eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine dreijährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit, in Sonderfunktionen oder der Bildungsarbeit. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen, wissenschaftlichen und schulischen Kontexten ein und gestalten gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander mit ehrenamtlich Engagierten und den verschiedenen pastoralen Diensten. Derzeit sind rund 260 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Erzdiözese tätig. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter das Leitwort „trotzdem“ gestellt.
(cvl/kas)








