Freiburg/ Waldkirch/Lustau. Am Samstag (12.07.) beauftragt Weihbischof Dr. Christian Würtz in St. Franziskus, Karlsruhe insgesamt 10 Frauen und Männer als Gemeindereferentinnen, Gemeindereferenten, Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten. Ebenso wird Cornelia Nagel, die aus Lustau, Österreich, stammt, bereits als Gemeindereferentin in einer anderen Diözese aktiv war und aktuell in der Seelsorgeeinheit Mittleres Elz- und Simonswäldertal tätig ist, in ihren Dienst eingeführt.
Cornelia Nagel ist bereits seit dem Jahr 2000 im kirchlichen Dienst tätig – zunächst als Pastoralassistentin und Religionslehrerin in Österreich. Ihr Pastoralpraktikum absolvierte sie in Rankweil, wo sie anschließend sechs Jahre lang eingesetzt war. Zwischen 2006 und 2009 studierte sie Kirchenrecht in München. Von 2013 bis 2018 war sie Kirchenrechtsreferentin und Gemeindereferentin in Essen. Danach arbeitete sie als Ehebandverteidigerin in der Diözese Rottenburg-Stuttgart und vertrat Paare in kirchlichen Eheverfahren. Seit September 2024 arbeitet sie zudem als Kirchenanwältin und Gemeindereferentin in der Seelsorgeeinheit Mittleres Elz- und Simonswäldertal.
Motivation für den Beruf
„Ich hatte schon als Kind in meiner Heimatpfarrei ein gutes Vorbild, das ich sehr bewundert habe“, erzählt Cornelia Nagel. „Ich war als Jugendliche sehr aktiv in der katholischen Jugendarbeit und wollte dann nach der Matura die Ausbildung zur Pastoralassistentin machen, um auch hauptamtlich in der Kirche arbeiten zu können.“ Ihr sei es eine „wichtige Aufgabe, mit den Menschen unterwegs zu sein und den Glauben zu teilen.“ Die 47-Jährige ist gespannt auf die kommenden Aufgaben: „Eine große Aufgabe wird sein, in den neuen, großen Strukturen einen Weg zu finden, nah an den Menschen zu bleiben, die frohe Botschaft nicht aus den Augen zu verlieren und gut mit den anderen Menschen zusammenzuarbeiten.“
„Ich habe gemerkt, dass es mir nicht guttut, nur am Schreibtisch zu sein. Ich sehe es als Aufgabe der Pastoral, mit Menschen in ihrem Leben unterwegs zu sein, besonders an den Punkten, wo sie Gott besonders brauchen.“ Dabei möchte sie flexibel bleiben: „Ich möchte hier jetzt keine Schwerpunkte festschreiben. Ich bin bereit, meine Fähigkeiten da einzubringen, wo sie benötigt werden.“ Aus ihrer Erfahrung weiß sie, dass „die Pastoral gerade in der kategorialen Seelsorge viel bewirken kann, weil sie da nah am Menschen ist.“ Als geistliche Orientierung begleitet sie das Wort aus dem ersten Timotheusbrief: „Christus ist unsere Hoffnung.“
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten: Nahe bei den Menschen
Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten sind hauptamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger in katholischen Kirchengemeinden der Erzdiözese Freiburg. Sie haben eine mehrjährige theologische, religionspädagogische und gemeindepraktische Ausbildung absolviert und arbeiten gemeinsam mit anderen hauptberuflich pastoralen Diensten und ehrenamtlich Engagierten im Team einer Seelsorgeeinheit. Zu ihren Aufgaben in der Pastoral gehören die Begleitung und Unterstützung der Ehrenamtlichen und die Vernetzung von Projekten und Initiativen. Dadurch gestalten sie gemeinsam mit anderen Kirche und Gesellschaft vor Ort. Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten eröffnen Räume, in denen Menschen den Glauben miteinander teilen und mit dem eigenen Leben in Verbindung bringen können. Dies kann in der Einzelseelsorge und in der Arbeit mit Gruppen geschehen. Zum weiteren Aufgabenfeld gehören unter anderem der Religionsunterricht an Grund-, Real- und Werkrealschulen, die Trauerpastoral und Beerdigungen, die Leitung von Wortgottesfeiern, die Begleitung verschiedener Gruppen, sowie die Sakramentenkatechese, etwa die Vorbereitung auf die Erstkommunion oder die Firmung. Ihre Beauftragung haben die Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesem Jahr unter das Leitwort „trotzdem“ gestellt.
(cvl/kas)








