Waldshut-Tiengen. Mit einem feierlichen Pontifikalamt in der Pfarrkirche in Waldkirch (Waldshut-Tiengen) hat Erzbischof Stephan Burger am Donnerstag (28.08.), dem Fest des heiligen Augustinus, das 50-jährige Jubiläum des Klosters Maria Bronnen gefeiert. In seiner Predigt spannte der Erzbischof den Bogen vom bewegten Leben des Kirchenvaters Augustinus hin zur geistlichen Praxis der Ordensgemeinschaft: „Unser Herz bleibt eben unruhig, bis es Ruhe findet in dir, o Gott.“ Mit diesen Worten erinnerte er an die Quelle der Spiritualität, die das Kloster seit seiner Gründung prägt.
Erzbischof Burger dankte den Schwestern und Brüdern vom Gemeinsamen Leben ausdrücklich für ihr Zeugnis: „Für all diese pastorale Arbeit aus diesem Geist der Liebe heraus, für all Ihr Wirken in unsere Erzdiözese hinein in Ihren Niederlassungen danke ich Ihnen als Erzbischof heute von ganzem Herzen. Und ich wünsche Ihnen nichts anderes, als dass Sie dieser Ihrer Berufung treu bleiben und von der göttlichen Liebe Zeugnis geben in unsere Zeit und Gesellschaft hinein.“
Am Ende seiner Predigt rief er dazu auf, die göttliche Liebe als Fundament allen kirchlichen Handelns ernst zu nehmen: „Versuchen wir, so gut wir können, mit einem brennenden Herzen Gott entgegenzugehen und in dieser Haltung der Liebe dem Nächsten zu begegnen. Das ist Evangelisierung im besten Sinne. Das ist Ihr bleibender Auftrag als Ordensgemeinschaft in die Zukunft hinein. Das ist unser bleibender Auftrag als Kirche.“ Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst waren alle Anwesenden zu einer Begegnung eingeladen, bei der sie die vergangenen fünf Jahrzehnte Revue passieren ließen.
Hintergrund
Das Kloster Maria Bronnen wurde am 15. August 1975 in der ehemaligen Löchlemühle im Haselbachtal bei Weilheim (Kreis Waldshut) gegründet. Initiatoren waren Johannes Lehmann-Dronke und Johanna Maria Zmudzinski. Von Beginn an orientierte sich die Gemeinschaft an der Augustiner-Regel und stand in geistlicher Verbindung zur Bewegung der „Devotio moderna“ sowie zu den Augustiner-Chorherren.
In den 1980er Jahren entwickelte sich das Kloster zunehmend eigenständig: Die Gemeinschaft legte eigene Gelübde ab und wählte einen Oberen aus den eigenen Reihen. Heute ist Maria Bronnen ein Ort des Gebets, des Rückzugs und der geistlichen Begleitung, der weit über die Region hinaus Menschen anzieht. Neben dem täglichen Stundengebet und der Eucharistiefeier prägen Einkehrtage, geistliche Gespräche und Angebote zur Anbetung das Leben im Kloster. Am eigentlichen Jubiläumstag, dem Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15.08.) wurde bereits eine Eucharistiefeier in der Kapelle des Brüderhauses Maria Bronnen gefeiert.
Weitere Informationen zur Geschichte des Klosters gibt es hier und auf der Homepage von Maria Bronnen.
(cvl)







