Eine Delegation der Erzdiözese Freiburg ist Ende Oktober in die Westukraine gereist, um Caritas-Einrichtungen und kirchliche Partner zu besuchen. Im Mittelpunkt standen Begegnungen, Austausch und die Unterstützung der vom Krieg betroffenen Menschen.
Vom 28. Oktober bis 1. November hat Weihbischof Dr. Peter Birkhofer mehrere Diözesen und Caritasstandorte in der Westukraine besucht. Begleitet wurde der Weihbischof von Vertreterinnen und Vertretern der Caritas Ukraine. Die Reise führte von Lviv über Iwano-Frankiwsk und Ternopil bis nach Kolomyia und Zhovkva.
Beeindruckt von der Kraft der ukrainischen Kirche
Ziel der Begegnungen war es, sich ein aktuelles Bild von der Arbeit der Caritas und der kirchlichen Strukturen vor Ort zu machen. Die Delegation traf mehrere Weihbischöfe, Bischöfe und Erzbischöfe: Weihbischof Volodymyr Hruza von Lviv, die Erz- und Weihbischöfe von Ivano-Frankiwsk, Wolodymyr Wijtyschyn und Mykola Semenyschyn, ferner den Erzbischof und den Weihbischof von Ternopil, Teodor Martynjuk und Wolodymyr Firman, auch der Bischof und der Weihbischof von Kolomyia, Wassyl Iwassjuk und Petro Holinej waren Gesprächspartner, ferner Taras Senkiw, Bischof von Stryi und Petro Losa, Bischof von Zhovkva.
Darüber hinaus kam es zu Treffen mit Verantwortlichen verschiedener Caritas-Zentren in den Städten Lviv, Iwano-Frankiwsk, Ternopil, Kolomyia, Zhovkva und Nadwirna sowie Vertreter der jeweiligen Erzeparchien. Dabei wurde deutlich, wie sehr sich Kirche und Caritas gemeinsam für die vom Krieg betroffenen Menschen einsetzen.
Weihbischof Dr. Birkhofer zeigte sich tief beeindruckt von der Kraft und Nähe der Kirche in der Ukraine: "Es war beeindruckend, zu sehen, wie nah die Kirche in der Ukraine, ob die Pfarreien oder die organisierte Caritas, an den Menschen ist und sich darum bemüht, in den Zeiten des Kriegs allen zu helfen, die Unterstützung brauchen und sich darüber hinaus für den Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzt. Angesichts vieler Binnenvertriebener, Kriegswitwen und -waisen, kriegsversehrter Erwachsener und Kinder und den Nöten der lokalen Bevölkerung ist die Kirche in der Ukraine ein Vorbild für uns in Deutschland: Wie Christus stehen sie an der Seite der Menschen, wie Christus begleiten sie die Menschen in allen Notlagen."
Individuelle Nöte lindern und Gesellschaft stärken
Die Reise diente zugleich der Stärkung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Erzdiözese Freiburg und der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. Besonders beeindruckend war der Besuch der psychosozialen Zentren der Caritas, in denen Kriegsversehrte und Familien in Not begleitet werden.
Weihbischof Birkhofer wies darauf hin, wie wichtig die Zusammenarbeit bleibt: "Die Arbeit der Caritas und der Pfarreien ist ein Dienst an den Menschen. Zentral ist dabei, die individuellen Nöte zu lindern und zugleich den Zusammenhalt als Gesellschaft zu stärken. Große Bedeutung haben dabei die psycho-sozialen Zentren und das vielfältige Engagement Ehrenamtlicher vor Ort."
Weitere Informationen über die Reise sowie die Ukrainehilfe der Erzdiözese Freiburg finden Sie in einem Reisetagebuch unter www.ebfr.de/ukraine.







