Freiburg. Erzbischof Stephan Burger wird ab Donnerstag, 5. Februar, gemeinsam mit einer Misereor-Delegation Projekte in Kamerun besuchen. Inhaltlich bildet das Motto der Misereor-Fastenaktion 2026 „Hier fängt Zukunft an“ den roten Faden der gut einwöchigen Reise. Die soziale und berufliche Integration junger Menschen bilden bei den Treffen und Austauschforen einen zentralen Punkt. Der Freiburger Erzbischof leitet seit dem Jahr 2014 die für Misereor zuständige Kommission für Entwicklungsfragen der deutschen Bischofskonferenz.
Auf dem Projekt- und Reiseplan des „Misereor-Bischofs“ steht zu Beginn die Hauptstadt Yaoundé, zugleich Sitz der kamerunischen Bischofskonferenz (BK). Die Delegation trifft auf den deutschen Botschafter Christian Sedat und den BK-Vorsitzenden sowie weitere BK-Mitglieder. In Douala, der mit etwa 4,4 Millionen Einwohnern größten Stadt des zentralafrikanischen Landes, geht es an den Folgetagen der Reise vor allem um junge Menschen. Ein Projekt Berufsausbildung mit Schwerpunkt auf Erfahrungsberichten von Begünstigten und ein Dialog sind auf der Agenda. Ein Austausch mit der Diözese Kumbo zum Thema „Erfahrungen französisch- und englischsprachiger Akteure im Bereich der sozialen und beruflichen Integration junger Menschen“ vertieft das Themenspektrum.
Einblicke in Berufsausbildung
Die Delegation nimmt am Sonntag am Pastoralbesuch des Erzbischofs von Douala teil, bei dem sich die Christliche Gemeinschaft und das Caritas-Team ebenso wie Delegierte und Interessierte austauschen. Treffen und Austauschmöglichkeiten folgen beim Besuch von drei Berufsausbildungseinrichtungen in Douala – mit dem öffentlichen Berufsberatungs- und Informationszentrum. Das Projekt zur Verbesserung der Wohnverhältnisse in informellen Siedlungen folgt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Verbindungen zu einem Projekt zur Förderung der sozialen und beruflichen Integration. Ebenso ist ein Besuch von Initiativen zur Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen in Douala vorgesehen.
Foren und weitere Hintergründe
Eine Konferenz zum Thema Ausbildung und soziale und berufliche Eingliederung junger Menschen steht am Folgetag auf der Agenda unter der Fragestellung „Wie kann die Jugend der Stadt Douala vor dem Hintergrund einer zunehmenden Abwanderung zu einem demografischen Vorteil werden?“
Neben der Teilnahme an Gesprächsforen und Führungen erfahren die Delegationsteilnehmer vor Ort auch mehr über die Tradition, Kunst und Kultur sowie die aktuellen Herausforderungen des Landes mit seinen gut 30 Millionen Einwohnern. Die Mehrheit davon sind Christen (fast 70 Prozent), wobei Katholiken die größte Gruppe bilden.
(mf)

























